Mein Leben mit Depression

by - Juni 25, 2017

Hallo meine Lieben! Ich habe lange überlegt ob ich diesen Post wirklich schreiben soll. Auch jetzt bin ich immer noch nicht sicher ob es eine gute Idee war das ganze doch online zu stellen. Viele Fragen schießen mir dabei durch den Kopf. Und der ein oder andere wird denken ich möchte damit Mitleid erregen. Das will ich ganz und gar nicht. Ich möchte mit diesen Post auf das Thema Depression aufmerksam machen, welches doch oft in Vergessenheit gerät oder viele es einfach als "Laune" abstempeln.

Depression hat es schon immer gegeben!

Aber mittlerweile gibt es sehr viele Menschen die davon betroffen sind, auch sehr viele Menschen aus meinem Umfeld kämpfen damit. Ich möchte helfen oder versuchen das die Menschen um mich herum und allgemein mich besser verstehen können, warum ich mal so mal so bin.  Natürlich soll dieser Post die Krankheit nicht Verherrlichen. Depression hat es schon immer gegeben, früher ist darüber einfach geschwiegen worden und die Menschen schlugen sich so durch. Heutzutage gibt es Möglichkeiten sich helfen zu lassen und die Situation besser zu machen.



Ich habe vieles versucht um genau diese Diagnose ausschließen zu können. Lange Zeit habe ich geglaubt dass die Pille daran schuld sei das ich so launisch bin. Bei vielen Frauen ist es ein Fall von PMS. Seit November 2016 habe ich diese abgesetzt und leider ist keine große Veränderung eingetreten was mein Gemüt betrifft. Es dauert bis der Körper sich an die Umstellung gewöhnt hat wenn man seit seinem 15 Lebensjahr Hormone zu sich genommen hat. Natürlich spielt es auch immer wieder eine Rolle wie man sich fühlt und wie der Alltag ist, ob man Probleme mit dem Partner hat oder auf der Arbeit oder sonst wo. Da ich diese Sachen auch immer ausschließen konnte blieb nur die traurige Wahrheit dass meine Depression doch noch akut ist. Die Frage ist natürlich, was kann man da machen?

Stell dich nicht so an!

"Reiß Dich zusammen!" Sind nur wenige Sprüche die man sich anhören darf. "Lass Dich nicht so hängen!" Das ist einfacher gesagt als getan. Wenn ich ein Bein gebrochen hätte, schön mit Gips drum rum und so, würde jeder sehen dass ich "verletzt" bin. Aber so sieht man eine junge Frau vor sich, meist lächelnd und fröhlich damit die Fassade aufrecht bleibt.

Bluse via fashionloves.you

Sie nimmt den Menschen ihre Kraft zum weiterleben, sie zerstört die Beziehungen zu Personen die wir lieben und sie zerstört sogar manchmal genau die, die wir lieben. Es ist ein verdammtes Monster und manche können sich ihrem Würgegriff niemals entziehen, das habe ich nicht vergessen. - Marcel Azeroth


Auch heute ist wieder so ein Tag, an dem ich nicht sagen kann warum ich "traurig" bin, denn alles ist bestens. Selbst das Wetter! Trotzdem bin ich so betrübt dass mir teilweise die Tränen kommen. "Warum nur?" frage ich mich immer wieder! Dies ist wie gesagt kein Mitleids Post. Ich möchte mehr Verständnis und auch Respekt für betroffene Personen, nehmt Sie ernst, veralbert es nicht! Auch wenn Ihr es nicht verstehen könnt, versucht es wenigstens. Wir verstehen es ja selber nicht. Und seid für Sie da, denn eine Umarmung hat noch immer geholfen.

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16 Comments

  1. Meine liebe Sarah,
    ich finde es bemerkenswert, dass du einen so ehrlichen und damit sehr tollen Beitrag verfasst hast. Das hat alles andere als mit "Mitleid erhaschen" zu tun. Ich finde dazu gehört sehr viel Mut mit einer solchen Erkrankung an die Öffentlichkeit zu gehen. Und dabei gibt es so viele Betroffene. Ich wünsche dir, dass deine Mitmenschen etwas mehr Feingefühl entwickeln und das du für dich die positiven Aspekte im Leben als Halt nimmst. <3

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  2. Ich finde es sogar sehr gut, dass du mit dem Post auf dieses Problem einiger Menschen hinweist. Ich selbst kenne jemanden der darunter leidet und ich denke auch zahlreiche andere Menschen leiden daran und können einfach nicht "ihren Schmerz" in Worte fassen. Ich stelle mir sehr schlimm vor, wenn man einfach nicht weiß, was mit einem selbst los ist und man einfach nur traurig ist...

    Fühl dich gedrückt <3

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    1. Das Gefühl ist wirklich erdsrückend und ich habe gestern erst erfahren dass ein Mensch jetzt auch daran leidet dem ich sehr nahe stehe, das hat mich echt umgehauen :(

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  3. Schön dass du der Sache auf den Grund gehen willst und darüber sprichst, das ist der erste Schritt zur Heilung.

    Ich empfehle das Buch von Ruediger Dahlke (Depressionen - Wege aus der dunklen Nacht der Seele)

    https://www.randomhouse.de/Dr.-Ruediger-Dahlke-Ganzheitliche-Therapien/Depression/aid8776_2178.rhd

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  4. Mutig und menschlich! Ich kenne das Ganze auch sehr gut!

    Neri
    www.lebenslaunen.com
    NEU www.lese-launen.blogspot.com

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  5. Ich finde es großartig, dass du dieses schwierige Thema ansprichst. Ich hoffe, dass es dir bald dauerhaft gut geht!

    Herzliche Grüße,
    Caro

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  6. Danke für deinen post liebes. Sehe mutig aber toll von dir. Hast du denn Therapie gemacht deswegen? Seit wann hast du depressionen?
    Ich habe auch selbst einen freund der starke depressionen hat und manchmal ist es schwer damit klarzukommen. Am einem tag überglücklich am anderen soooo traurig. Aber ich glaube einfach für die Menschen da zu sein ist dann das wichtigste.
    Ich drück dich ganz fest

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